Weiter investieren

Prüfe, ob eine weitere Immobilie möglich ist.

Eine weitere Liegenschaft oder ein Renditeobjekt kann interessant sein. Aber Mieteinnahmen sind nicht gleich Gewinn, und das Risiko deiner bestehenden Immobilie muss mitgedacht werden.

Ausgangspunkt

Bestehende Immobilie als Ausgangspunkt

Manche Eigentümer prüfen, ob sie ihre bestehende Immobilie höher belehnen können, um Eigenmittel für ein weiteres Objekt zu schaffen. Die Bank prüft dabei beide Immobilien und deine gesamte Tragbarkeit.

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Bestehende Immobilie

Bankwert, heutige Hypothek und möglicher Spielraum.

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Hypothek aufstocken

Nur möglich, wenn Wert, Einkommen und Sicherheiten passen.

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Eigenmittel

Zusätzliches Kapital könnte als Eigenmittel dienen.

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Renditeobjekt

Kaufpreis, Miete, Lage, Zustand, Leerstand und Kosten.

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Gesamtbelastung

Beide Immobilien werden zusammen betrachtet.

Was die Bank sehen möchte

  • Kaufpreis und Wert der zweiten Immobilie
  • Mietverträge oder Mieterspiegel
  • realistische Mieteinnahmen
  • Zustand und Renovationsbedarf
  • Unterhalt, Nebenkosten und Verwaltung
  • Leerstandsrisiko und Lage
  • deine Tragbarkeit mit beiden Immobilien

Mieteinnahmen sind nicht Gewinn

Mieteinnahmenplus
Hypothekarzinsenminus
Unterhalt und Reparaturenminus
Verwaltung, Versicherung, Leerstandminus
Steuern und Rückstellungenminus

Erst nach diesen Abzügen sieht man, ob eine Liegenschaft wirklich sinnvoll sein kann.

Vorsorge nicht falsch einplanen

Pensionskassengelder sind grundsätzlich für selbstbewohntes Wohneigentum gedacht. Für Renditeobjekte sollten sie nicht als normales Eigenkapital eingeplant werden.

Risiko für Zuhause

Wenn du dein Eigenheim höher belehnst, liegt mehr Risiko auf deinem Zuhause. Deshalb auch schlechte Szenarien rechnen: höhere Zinsen, Leerstand, Reparaturen.

Steuern und Rendite

Mieteinnahmen sind steuerbar. Schuldzinsen, Unterhalt und Kosten können relevant sein, aber die Regeln hängen von Situation und Kanton ab.

Vom Mietzins zum Nettoertrag

Ausgangspunkt ist hier der Mietzins ohne separat weiterverrechnete Nebenkosten. Danach ziehen wir nur Kosten ab, die der Eigentümer selbst trägt.

PositionBeispiel pro JahrEinordnung
Mietzins pro Monat, ohne separat verrechnete NebenkostenCHF 3’000Der eigentliche Mietzins für die Nutzung der Immobilie.
Mietzins pro JahrCHF 3’000 × 12 = CHF 36’000Ausgangsbetrag vor den Kosten des Eigentümers.
− Unterhalt, Verwaltung und Versicherungen− CHF 5’500Vereinfachte Annahme für Kosten, die beim Eigentümer bleiben.
− Leerstand und Rückstellungen− CHF 2’500Vereinfachter Puffer für Mietausfälle und spätere Arbeiten.
Verbleibender NettoertragCHF 28’000Dieser Betrag wird für die vereinfachte Ertragswertrechnung verwendet.

Was ist mit den Nebenkosten? Akontozahlungen der Mieter für Heizung, Warmwasser oder andere separat abgerechnete Nebenkosten sind in diesem vereinfachten Beispiel nicht Teil des Mietzinses von CHF 3’000. Sie werden deshalb auch nicht pauschal nochmals abgezogen. Entscheidend sind die Kosten, die nach der Abrechnung tatsächlich beim Eigentümer bleiben.

Nettoertrag ÷ Kapitalisierungssatz = Ertragswert

CHF 28’000 ÷ 4 % = CHF 700’000

Was bedeuten die CHF 700’000? Sie sind der rechnerische Wert, der sich aus CHF 28’000 jährlichem Nettoertrag und einem angenommenen Kapitalisierungssatz von 4 % ergibt.

Die CHF 700’000 sind weder automatisch der Kaufpreis noch der Bankwert und auch keine Finanzierungszusage. Eine Bank kann mit einem anderen nachhaltigen Mietzins, anderen Kosten oder einem anderen Kapitalisierungssatz rechnen.

NettoertragKapitalisierungssatzErtragswertWas verändert sich?
CHF 28’0003,5 %CHF 800’000Tiefer Satz, etwa bei stabiler Lage und geringerem wahrgenommenem Risiko.
CHF 28’0004,0 %CHF 700’000Mittlere Annahme dieses Beispiels.
CHF 28’0005,0 %CHF 560’000Höherer Satz bei mehr Risiko oder höherem Renditeanspruch.

Es gibt keinen allgemein «guten» Kapitalisierungssatz. Lage, Objektart, Gebäudezustand, Mietverträge, Leerstandsrisiko, Zinsumfeld und regionale Nachfrage bestimmen, welcher Satz plausibel ist. Für eine Kaufprüfung sollte der von der Bank verwendete Satz erfragt werden.

Eine höhere Belehnung des Eigenheims verbindet die Risiken beider Immobilien. Rechne deshalb auch Szenarien mit höheren Zinsen, mehreren Monaten Leerstand und einer ungeplanten Sanierung.
Steuern

Immobiliensteuern verständlich erklärt.

Eigenmietwert mit Reform ab 2029, Schuldzinsen, Unterhalt, Mieteinnahmen und Grundstückgewinnsteuer – als Orientierung erklärt, keine Steuerberatung.

Steuern verstehen

Du prüfst ein konkretes Renditeobjekt?

Beschreibe Ausgangslage und Idee. Wir strukturieren die nächsten Fragen – von Eigenmitteln über Tragbarkeit bis zum realistischen Nettoertrag.

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